Interaktive Inhalte mit H5P erstellen

H5P gehört zu den Open Educational Ressources und erlaubt es, interaktive Inhalte kostenfrei zu erstellen und zu verwenden. Es handelt sich um eine quelloffene Software.

H5P stellt vielfältige Werkzeuge für den digitalen und Online-Unterricht zur Verfügung, die ohne Programmierkenntnisse aufgebaut werden können. Die Inhalte können auf einer Webseite oder in einem Lernmanagementsystem eingebunden oder mittels Link zur Verfügung gestellt werden.

Welche interkativen Lerntools gibt es als H5P-Inhalt?

Die Optionen reichen von einfachen Single- oder Multiple-Choice-Frageblöcken über Worträtsel, Lückentexte aber auch interaktive Videos, Zeitleisten uvm.

Alle Inhaltstypen können über ein Formular erstellt werden, d. h. es stehen einzelne Felder zur Verfügung, die nur mit den entsprechenden Inhalten gefüllt werden müssen.

Weiterhin kann kollaborativ gearbeitet werden, denn H5P bietet hierzu Essays, Fragebögen, Quizzes, Dokumentationen uvm. zur Verfügung.

Wie können H5P-Inhalte im Unterricht eingesetzt werden?

Unterricht kann grundsätzlich immer sehr gut mit interaktiven Inhalten aufgelockert werden.

Gerade aber in Zeiten, in denen die Schule geschlossen werden muss und das Online-Lernen im Vordergrund steht, können solche Lerntools zur Vertiefung der Lerninhalte angeboten werden.

Weiterhin fördern die verschiedenen Optionen das eigenständige Lernen.

Einige Werkzeuge fördern zudem die Zusammenarbeit der Lernenden und das auf spielerische Art und Weise.

In einem eigenen Test konnte ich feststellen, dass die einzelnen Inhaltskomponenten problemlos über das Smartphone verwendet werden können. Insofern davon ausgegangen kann, dass jeder Lernende über ein solches digitales Endgerät und eine Internetverbindung verfügt, sollten die interaktiven Lerntools auch zu keiner Benachteiligung im Lernen führen.

Beispiele (Testen Sie diese gern!!)

Wortgitter

Single-Choice-Aufgabe

Wie können die erstellten Lerntools für die Lernenden zugänglich gemacht werden?

H5P funktioniert entweder unter WordPresss, Moodle oder Drupal. Sofern keine dieser Plattformen zur Verfügung steht, wird ein H5P-Editor benötigt. Diese finden sich auf den folgenden Seiten:

Unter einstiegh5p.de ist es möglich, H5P-Inhalte testweise selbst zu erstellen, ohne sich zu registrieren. Sie stehen dann jedoch nicht dauerhaft zur Verfügung.

Um H5P-Inhalte dauerhaft den Lernenden bereitstellen zu können, ist eine Registrierung notwendig.

Unter Moodle, WordPress und Drupal steht ein Plugin zur Verfügung, das installiert und dann genauso verwendet wird, wie die Umgebung auf den vorgenannten Webseiten. Eingebunden werden die einzelnen Elemente über einen sogenannten Shortcode, den das Plugin zur Verfügung stellt zur Verfügung stellt.

Wird die Variante des Accounts auf den vorgenannten Webseiten gewählt, kann nach Erstellung des Lerntools der Link in der Browseradressleiste dazu verwendet werden, diesen den Lernenden zur Verfügung zu stellen.

Fazit

Ich kann mir vorstellen, dass vor allem in Zeiten, in denen kein Präsenzunterricht stattfinden kann, solche interaktiven Lerntools, wie die von H5P immer wichtiger werden. Sie werden jedoch auch im Präsenzunterricht, einfach schon zur Abwechslung und für ein nachhaltiges Lernen, ihren Einsatz finden.

Zwar müssen sich die Lehrenden die Zeit nehmen, solche Anwendungen zu erlernen und die richtigen Tools in die richtigen didaktischen Szenarien einsetzen. Jedoch ist meine Erfahrung, dass die Lernenden sehr dankbar für diese Abwechslung sind, sich Inhalte hierüber gern aneignen und diese dann auch nicht so schnell vergessen.

Probieren Sie es einfach aus!

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