Lern- und Lehrprozesse unterstützen mit LearningApps.org

Über LearningApps.org können Lernende und Lehrende auf eine Vielzahl an interaktiven oder multimedialen Bausteinen zurückgreifen.

Einige dieser Bausteine , die hier als Apps bezeichnet werden, wurden bereits von anderen Usern entwickelt und stehen zur weiteren Verwendung zur Verfügung. Sie können über die später im Text erläuterten Möglichkeiten verlinkt oder eingebunden werden.

Es geht jedoch nicht nur darum, fertige Bausteine weiterzuverwenden – auch auf LearningApps.org es ist möglich, eigene zu erstellen und diese dann ggf. für andere Lehrende und Lernende bereitzustellen.

Vor allem von Letzterem leben OER (Open Educational Ressources) – also freie Lehr- und Lernmaterialien. Und hierzu zählen auch die interaktiven Bausteine von LearningApps.org.

Meldet sich ein User gratis an und erstellt einen Account, hat dieser die Möglichkeit, selbst erstellte Apps, bzw. Lernbausteine zu erstellen und zu speichern und sogar Ordner für Klassen zu erstellen, in die diese dann eingeordnet werden können.

Die Apps müssen nicht zwingend der gesamten Community zur Verfügung gestellt werden. Sie entscheiden nach der Erstellung selbst, ob Sie die App öffentlich oder nur für sich und die Lernenden sichtbar machen, die auch über den Link verfügen.

Wie auch bei H5P handelt es sich nicht um komplette Lerneinheiten, sondern die Apps müssen sinnvoll didaktisch im Unterricht eingebunden werden.

Welche Vorlagen / Bausteintypen bietet LearningApps.org?

Nachfolgend eine kleine Auswahl – alle Vorlagen können Sie auf der Webseite LearningApps.org (auch bereits ohne Anmeldung) einsehen und testen:

  • Paare zuordnen
  • Lückentexte
  • Gruppenzuordnungen
  • Zahlenstrahl
  • Reihenfolgen
  • Zuordnung auf Bildern
  • Audio / Video mit Einblendungen
  • Kreuzworträtsel
  • uvm.

Wie können die Apps im Unterricht eingsetzt werden?

Das Schöne an LearningApps.org ist vor allem, dass auch die Lernenden selbst kleine Bausteine erstellen können. Auf diese Weise eignen sich diese zur Verwendung in Flipped Classrooms, aber auch beim kollaborativen Lernen.

Lehrende können weiterhin über z. B. den Baustein „Audio/Video mit Einblendungen“ den Lernenden Videos zum Selbstlernen zur Verfügung stellen. Die Einblendungen dienen dann dazu, das Erlernte während des Videos durch Abfragen zu vertiefen.

Die Bausteine Wortgitter, Kreuzworträtsel, Millionen-Quiz oder Hangman können helfen, Lerninhalte auf spielerische Art und Weise zu vertiefen. Auch hier wäre denkbar, dass sich die Lernenden gegenseitig Apps zur Verfügung stellen oder diese Apps von den Lehrenden zur Vertiefung erstellt werden.

Alle Bausteine können im digitalen Präsenzunterricht, aber, was gerade derzeit wichtig ist, auch im Onlineunterricht eingebaut werden. Eine durch mich selbst sehr geschätzte Option ist eine interaktive Pinnwand, wie z. B. das Padlet (um nur eine von vielen zu nennen), über die diese interaktiven Lernapps verlinkt werden können.

Wie greifen die Lernenden auf die zur Verfügung gestellten Apps zu?

Lehrende können den Lernenden, aber auch die Lernenden untereinander entweder

  • einen Weblink
  • einen Vollbild-Link oder
  • einen QR-Code (kann mittels QR-Codescanner eine Smartphones eingescannt werden und direkt den dahinterliegenden Link anzeigen und aufrufen)

zur Verfügung stellen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einbetten des Bausteins auf einer Webseite oder in einem Lernmanagementsystem.

Beispiele

über einen Weblink:

https://learningapps.org/display?v=pxm9hwtfk20

über eine Vollbildanzeige:

https://learningapps.org/watch?v=pxm9hwtfk20

als QR-Code (kann mit dem Smartphone abgescannt werden und führt dann zur Lernaufgabe weiter):

als eingebettete Aufgabe:

Fazit

LearningApps.org bietet ebenfalls viele Optionen, das Lernen interaktiv, digital und online zu gestalten. Es zeichnet sich zudem durch eine selbsterklärende Oberfläche aus. Ohne umfangreiche Kenntnisse im Aufbau von Online-Lernelementen können Lehrende und Lernende selbst aktiv das Lernen gestalten – und miteinander teilen.

Ein weiterer, ganz wichtiger Vorteil ist, dass die Anzeige auch auf kleinen Endgeräten, wie dem Smartphone, sehr gut funktioniert und somit von dem größten Teil der Schülerinnen und Schüler verwendet werden kann.

Das Ausprobieren lohnt sich auch hier auf jeden Fall sehr!

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