Praxis: MiniMakerDays (3) – VR-Brillen basteln

In der dritten Unterrichtseinheit haben wir uns dem Bau einer VR-Brille gewidmet. VR steht für Virtual Reality und ermöglicht es, in virtuelle Welten direkt einzutauchen. Es wird also nicht nur von außerhalb betrachtet – der Nutzer befindet sich gefühlt in der Anwendung ;-).

Eine einfache VR-Brille setzt sich auch aus relativ einfachen Dingen zusammen. Dabei kann ein fertiger Bausatz verwendet werden, der dann nur noch zusammengesetzt werden muss. Eine zweite, jedoch auch zeitaufwändigere Variante ist der komplette Eigenbau nach einer Bauanleitung. Hierzu müssen die Materialien selbst beschafft werden.

Für beide Varianten wird ein Smartphone benötigt. Dieses wird vorn in die Brille eingelegt. Wird jetzt eine VR-App oder ein VR-Video gestartet, ist der Nutzer auch schon mittendrin.

Variante 1 – Der Bausatz (unsere Lösung)

Da uns auf den MiniMakerDays nicht sehr viel Zeit zur Verfügung stand, habe ich mich für die einfache Variante, dem Bausatz, entschieden.

Diese Bausätze sind bereits für 2,50 € / Stück in verschiedenen Shops zu bekommen. Enthalten sind die Bauteile aus Karton, Gummibänder, Klettband und selbstverständlich die Linsen.

Die Brillen werden dann lediglich noch gefaltet, die Linsen (Achtung! Auf die richtige Richtung achten!) eingelegt und können dann (da sie aus Karton sind) noch gestaltet werden.

Beispiel einer durch Kinder gebastelten und gestalteten VR-Brille.

Jetzt fehlt noch eine passende App wie z. B. der Rollercoaster o. ä., in der es z. B. möglich ist, direkt in einer Achterbahn mitzufahren. Andere Apps ermöglichen es, sich an bestimmten Plätzen umzusehen. Es gibt aber auch VR-Videos, die mit der Brille betrachtet werden können. Dazu später mehr.

Variante 2 – Der komplette Eigenbau

Über „Mein Guckkasten“ kann eine Bauanleitung für eine VR-Brille heruntergeladen werden.

Hier wird die Brille komplett selbst gebaut. Benötigt wird starker Karton, Gummiband, Klettband, VR-Linsen-Set.

Dann kann es auch schon losgehen. Auf der oben genannten Internetseite gibt es neben der Bauanleitung auch weitere App-Beispiele und nützliche Informationen zum VR-Brillen-Bau.

Nutzen im Unterricht

Zum Einen geht es auch beim VR-Brillen-Bau natürlich wieder um das Thema der Mediengestaltung. Nicht nur konsumieren, sondern selbst gestalten ist hier angesagt!

Fertige und sehr hochwertige VR-Brillen kann man auch kaufen – klar. Aber wie genau funktionieren die und was steckt drin?

Die VR-Brille ermöglicht aber auch das Besuchen virtueller Plätze. So gibt es Apps, mit denen es möglich ist, sich Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Ländern anzusehen. Das geht zum Beispiel mit der App „Sites in VR„.

Weiterhin gibt es Apps, mit denen die Kinder Matheaufgaben spielerisch lösen können. Die App „TimeTables VR“ wäre ein Beispiel dafür.

Fazit

Sicherlich lassen sich noch viele weitere spannende Einsatzmöglichkeiten für die selbstgebastelte VR-Brille finden. Sinnvoll finde ich den Einsatz für Kinder ab ca. 10 Jahren. Vor allem der komplette Selbstbau erfordert doch ein wenig Geschick und den Einsatz eines Cuttermessers.

Wird die Bausatz-Variante gewählt, ist jedoch auch ein Einsatz im Grundschulalter bereits möglich. Dann vielleicht in Verbindung mit einer Lernapp.

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