Praxis: MiniMakerDays (4) – QR-Code-Rallye

Gleich zwei Aktivitäten standen an Tag 4 unserer MiniMakerDays auf dem Programm: Eine QR-Code-Rallye und der Bau eines Zahnbürstenroboters. In diesem Beitrag berichte ich über die QR-Code-Rallye.

Ziel der QR-Code-Rallye sollte natürlich erst mal der Spaß sein, den die Kinder haben. Schließlich haben sie sich entschlossen, in den Sommerferien eine Kurs an der VHS zu besuchen ;-). Mit der QR-Code-Rallye kann diese Freude jedoch auch mit dem Ausbau von Medienkompetenz verbunden werden.

Ablauf

Den Beginn zum Thema machte eine kurze Info dazu, was ein QR-Code ist und wie dieser funktioniert. Hierzu habe ich gezielt Fragen gestellt, die die Kinder nach und nach auf die richtige Fährte brachten.

Dann ging es auch schon los mit der QR-Code-Rallye. Im gesamten Raum hatte ich vorab QR-Codes zum Teil offen aufgehängt, zum Teil aber auch versteckt. Es handelte sich dabei um verschiedene Stationen. Hinter den QR-Codes steckten ganz unterschiedliche Aufgaben, die nach dem Abscannen mit dem Smartphone sichtbar wurden. Diese Aufgaben galt es zu lösen.

QR-Code von Station 4.

Für die Lösungen habe ich ein Padlet bereitgestellt. Hierfür habe ich die Darstellungsform „Regal“ gewählt, d. h. jedes Kind hatte nun eine eigene Spalte im Padlet, beschriftet mit dem Vornamen, zur Verfügung. Damit hatten sie die Möglichkeit, die Lösungen der einzelnen Stationen direkt ins Padlet zu übertragen. Was ein Padlet ist, kann man hier nachlesen.

Nach einer kurzen Einführung, in der geschaut wurde, ob die QR-Code-Scanner auf dem Smartphone funktionierten und jedes Kind in der Lage war, das Padlet zu „bestücken“, ging es los.

Bewusst habe ich die Stationen so gewählt, dass sie nicht alle nacheinander, sondern in beliebiger Reihenfolge aufgesucht werden konnten. Ins Padlet wurde als Überschrift die Nummer der Station und als Beitrag das Ergebnis eingestellt. Die Aufgaben waren so gestellt, dass viele unterschiedliche Lösungen möglich waren, z. B. „Suche ein Gif-Bild eines lustigen Tieres“ auf giphy.com. So konnte kein Kind einfach das Ergebnis eines anderen übernehmen.

Das langsam entstehende Padlet habe ich über den Beamer direkt angezeigt. Mit jedem weiteren Element sorgte es dann natürlich für mehr Lacher. Genau das war gewollt ;-).

Hier das Bild des enstehenden Padlets (Namen der Kinder durch Sticker verdeckt).

Wie erstellt man einen QR-Code?

QR-Codes lassen sich schnell mittels QR-Code-Generatoren erstellen. Davon lassen sich viele finden, die in der Regel auch kostenfrei nutzbar sind. Ich nutzte an den MiniMakerDays diesen: https://www.qrcode-generator.de

In einem dafür vorgesehenen Feld kann jetzt z. B. eine Frage, ein Text, ein Link zu einer anderen Webseite uvm. eingegeben werden.

Der QR-Code wird dann automatisch generiert und kann als Bilddatei heruntergeladen werden.

Mit dem QR-Code-Scanner auf dem Smartphone oder Tablet wird der Code abgescannt und die dahinterliegende Frage, der Link, etc. wird sichtbar.

Aufgabe umgedreht

Nachdem alle Kinder mit der QR-Code-Rallye fertig waren, habe ich die Aufgabe noch einmal umgedreht.

Die Kinder sollten sich einen Begriff überlegen und zehn Hinweise dazu über einen QR-Code-Generator als QR-Code darstellen. Ein Partner oder eine Partnerin hatte dann die Aufgabe, dieses Rätsel zu lösen.

Auch das führte zu viel Freude und gleichzeitig dazu, dass die Kinder selbst kennenlernen, wie ein solcher QR-Code generiert wird.

Fazit

Am meisten Arbeit macht immer die Suche nach geeigneten Aufgaben. Die QR-Codes zu den Aufgaben sind relativ schnell mittels diverser QR-Code-Generatoren erstellt.

Die Kinder haben gelernt, was QR-Codes sind und wie diese funktionieren. Zugleich mussten sie verschiedene Online-Medien verwenden, indem sie den QR-Code scannten, Aufgaben über das Internet lösten und die Lösung dann in ein Padlet für alle sichtbar machten.

Sicherlich kann sich jeder vorstellen, wie gut die Stimmung bei so einer aktiven Aktion ist.

Durch die zweite Aufgabe wurden die Kinder dann selbst zum Gestalter / zur Gestalterin eines Rätsels und konnten so auch diesen Aspekt digitaler Medien für sich nutzen.

Eine solche Rallye lässt sich im Lehr-/Lernkontext auch thematisch gestalten, so dass es reichlich Einsatzmöglichkeiten im Unterricht gibt. So können z. B. in Biologie Informationen zur Pflanzen- oder Tierwelt gesucht und gesammelt werden, in Erdkunde Informationen zu einem bestimmten Land uvm.