Praxis: MiniMakerDays – Stop Motion-Videos (6)

Die letzte Aktion, die ich an den MiniMakerDays angeboten habe, war der Dreh eines Stop Motion-Videos. Dabei handelt es sich um das Abfotografieren von Szenen mit dem Smartphone oder Tablet, die dann aneinandergereiht, ähnlich, wie man das vom Daumenkino kennt, einen Film ergeben.

Nachdem kurz erklärt wurde, was ein Stop Motion Video ist und einige Beispiele gezeigt wurden, starteten die Kinder mit ihren Ideen und Vorüberlegungen.

Das Drehbuch oder Storyboard

Die Kinder hatten zuvor ausreichend Zeit, sich in einer kleinen Gruppe eine Geschichte zu überlegen, die sie später verfilmen wollten. Dazu entwarfen sie ein kleines Drehbuch oder wahlweise ein Storyboard.

Damit Schauspieler (wie z. B. Stofftiere, Legofiguren etc.) und Kulisse vorab geklärt und entsprechend mitgebracht werden konnten, geschah diese Absprache schon einen Tag vor den eigentlichen Dreharbeiten.

Eine Smartphone-App für die Dreharbeiten

Stop-Motion-Videos können mit verschiedenen Apps aufgezeichnet werden. Wir haben während der MiniMakerDays die App StopMotionStudio verwendet. Dabei gibt es eine kostenfreie Variante, sowie eine kostenpflichtige, die auch nicht sehr teuer ist und sich vor allem lohnt, wenn häufiger StopMotionVideos erstellt werden und die App auf Schultablets installiert wird.

Uns reichte die kostenfreie Variante.

Es fand zunächst eine Einführung in die App statt. Diese ist jedoch nicht besonders schwer zu bedienen. So dass die Kinder nach dieser kurzen Einführung direkt selbst starten konnten. Auf dieser Seite findet sich auch eine kleine Anleitung dazu: https://junge-tueftler.de/blog/stopmotionstudio-app

Aufbau der Kulisse

Mit ganz unterschiedlichen Ideen kamen die Kinder zu den MiniMakerDays. Es wurden Spielzeugpferde, -autos, Stofftiere, Zeichnungen etc. mitgebracht.

Als alles aufgebaut war, sollte der Dreh beginnen. Eine Schwierigkeit stellte das Stativ dar. Auf dem nachfolgenden Bild sieht man jedoch, wie sich die Kinder selbst beholfen haben.

Dreharbeiten

Die Dreharbeiten nahmen die meiste Zeit in Anspruch. Hier und da kam es zu Diskussionen, aber alles in allem hatten die Kinder die Technik sehr schnell heraus. So wurde zunächst der Film gedreht und anschließend vertont.

Abschluss

Zum Abschluss haben die Kinder ihre fertigen Ergebnisse präsentiert. Hier bestand noch einmal die Schwierigkeit, zu schauen, wo das fertige Video nun abgespeichert wurde, damit es auf den PC übertragen werden konnte. Aber auch dieses Problem lösten die meisten Kinder innerhalb kürzester Zeit.

Fazit

Wir hatten für diese Unterrichtseinheit leider etwas zu wenig Zeit. Ich hatte 6 UStd. angesetzt, 8 UStd. wären aber realistischer gewesen. Mehr ist immer besser als weniger.

Dennoch haben die Kinder sehr unterhaltsame Filme gedreht, waren kreativ und strukturiert bei der Sache. Geeignet ist das Drehen von StopMotion-Videos ab ca. der 4. Klasse, wenn die Kinder dies ganz allein bewerkstelligen sollen. Grundsätzlich würde das aber auch schon im Kindergartenalter unter Anleitung bzw. in einem Gemeinschaftsprojekt mit Erwachsenen gehen.

Auch hier kann im Bildungskontext selbstverständlich ein bestimmtes Thema zentral sein, zu dem die Kinder dann ein Video drehen sollen.